310032019 Herren I BascheHSG Plesse 20:20 gegen "Basche": Halb voll oder halb leer?

Bovenden – Nach dem 20:20 (9:10) gegen den HV Barsinghausen stehen die Oberliga-Handballer der HSG Plesse/Hardenberg vor der alten Frage, ob dieses Glas nun halb voll ist - oder halb leer?

Es ist ganz sicher halb voll, weil das Burgenteam beim Stand von 17:20 (54. Minute) nach einer Auszeit Tom Winkelmann brachte, der dann mit seinem 18:20 zum Endspurt blies. Es ist aber ebenso sicher halb leer, weil der Abstand zum zweiten Regelabstiegsplatz geringer wurde: Braunschweig, das sich gegen Nienburg 32:28 durchsetzte, hat gegen das Burgenteam einen Zähler gut gemacht, und das Burgenteam konnte seinen Vorsprung auf Barsinghausen nicht vergrößern.

Welche Lesart letztlich die richtige sein wird, werden die kommenden Wochen zeigen.

Ganz voll war das Glas, so das Urteil des HSG-Trainers Artur Mikolajczyck, in Sachen Abwehrarbeit: „Da haben wir 60 Minuten lang hervorragend gestanden, und Christian Wedemeyer hat eine überragende Leistung geboten.“ Deutlich leerer sei es gewesen, wenn man auf die Offensive schaut: „Was wir uns durch Ballgewinne in der Defensive erarbeitet haben, haben wir - fast zur Hälfte - in der Offensive wieder weggeworfen“, sah Mikolajczyck im Abschlussverhalten noch klare Defizite. Allerdings litt das Team hier auch unter einem schweren Handicap: Schon nach sieben Minuten musste es auf Christian Brand verzichten, der nach einem Schlag ins Gesicht mit einem Cut am Auge in die Klinik musste. In dieser Phase wurde aus einer 4:1-Führung ein 9:11-Rückstand.

Für den Endspurt jedenfalls sind die Gläser jetzt voll eingeschenkt..

HSG: Wedemeyer, Gees - Gloth 5, P. Schindler 4, Sültmann 4, Herrig 2, Büttner 1, Grobe 1, Krebs 1, Menn 1, Winkelmann 1, Arndt, Brand, Schindler.

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Bester Werfer: Barsinghausens Robin Müller (rechts) kann Plesses Eicke Gloth, der fünfmal traf, nicht am Torwurf hindern.
© Hubert Jelinek/gsd