Was war denn nur in Wolfsburg los?

Am Samstag sind wir zum nächsten Auswärtsspiel gegen den Vfl Wolfsburg aufgebrochen. Dabei mussten wir leider auf unsere Torfrau Nele und auf unsere Rückraumspielerin Anna verzichten. Trotz des leicht dezimierten Kaders hatten wir doch gute Voraussetzungen. Das letzte Heimspiel gegen Rohrsen, indem wir über 60 Minuten mit viel Dynamik und Motivation unser Heimpublikum begeistern konnten, hat uns viel Selbstbewusstsein gegeben und machte Lust auf mehr Punkte. Es galt schließlich den 3. Platz zu verteidigen.

Doch diese Motivation und dieses Selbstbewusstsein haben wir scheinbar in den heimischen Hallen gelassen. Bis zur 21. Minute (8:8) haben wir noch auf Augenhöhe mithalten können, wobei das auch schon ein ganzes Stück Arbeit war. Die 3:2:1 Deckung stand nicht so stabil wie zuvor und die Zuordnung stimmte oft nicht.

Bei insgesamt 13 Gegentoren und 9 geworfenen Toren in der ersten Halbzeit kann man allerdings nicht behaupten, dass die Abwehr nicht funktionierte, sondern das vor allem der Angriff keine Glanzleistung gezeigt hat. Im Gegensatz zum letzten Heimspiel war unsere Vorwärtsbewegung, sowie die erste und zweite Welle deutlich langsamer und undynamischer. Bis zur Mittellinie waren wir schnell. Sobald wir in die gegnerische Hälfte vorgedungen waren, haben wir sehr rasant auf die Bremse gedrückt, was uns dann ins Positionsspiel gezwungen hat. Hier hatten wir große Probleme uns Lücken zu erspielen, denn die Spielzüge wurden nicht konsequent gespielt und die Lücken wurden nicht energisch genug angegangen. Dazu haben viele technische Fehler uns das Spiel sehr schwer gemacht. Das Spiel endete mit 23:18 und die 2 Punkte ließen wir im fernen Wolfsburg.

Insgesamt ist festzuhalten, dass Wolfsburg viel motivierter und „torgeiler“ war als wir. Nach dem Spiel waren wir uns schnell einig: „Wir hätten noch 3 Stunden weiterspielen können, wir hätten das Spiel nicht gewonnen“. Wir sind nicht ins Spiel reingekommen und haben uns in keinen Rausch spielen können, wie wir es schon einige Male diese Saison gezeigt haben.

Wir wissen, wir können es besser! Es gilt sich diese Woche beim Training auf unsere Stärken zu berufen, um kommenden Samstag gegen die HSG Schaumburg-Nord in heimischer Halle (Bovenden) wieder mit breiter Brust auflaufen zu können.