Nichts für schwache Nerven

Im Derby gegen die 2. Mannschaft aus Rosdorf setzte sich die HSG PH knapp und vielleicht auch etwas glücklich mit 27:26 (12:13) durch. Im Gegensatz zum letzten Spiel konnte man auf eine voll besetzte Bank zurück greifen. Durch diese Wechselmöglichkeiten entwickelte sich ein spannendes Spiel, bei dem bis in die Schlussminuten das Tempo hochgehalten wurde.

Dabei verlief die Partie über weite Teile sehr ausgeglichen, bevor Plesse mit der erst in den Schlussminuten erzielten Führung das Spiel für sich entscheiden konnte.
Schon zu Beginn deutete sich an, was das gesamte Spiel Bestand haben sollte: Die HSGPH spielte sich immer wieder gute Wurfgelegenheiten heraus, scheiterte aber häufig an der guten gegnerischen Torhüterin oder warf den Ball einfach neben das Tor. Bis zum 3:3 konnte dies mit einem guten Rückzugsverhalten, konsequenter Abwehrarbeit und einer soliden Teuchert im Tor kompensiert werden. In der Folge schlichen sich allerdings einige Konzentrationsmängel im Angriff ein, die in Ballverlusten endeten, welche von der HGRG in der 1. und 2. Welle genutzt wurden. Zudem war die Abwehr kurzzeitig zu passiv, so dass man plötzlich einem 4:7-Rückstand hinterher laufen musste. Nach einer Auszeit agierte Plesse allerdings wieder konsequenter und war beim 9:10 erneut in Schlagdistanz. An diesem geringfügigen Rückstand änderte sich auch bis zur Pause nichts, den einzigen Vorwurf, den sich die Mannschaft machen lassen musste, war die Tatsache, dass sie vorne nach wie vor gute Gelegenheiten ausließen und so den einen oder anderen Treffer zu wenig erzielten.


Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer weiterhin das gleiche Bild zweier gleichwertiger Mannschaften. Rosdorf konnte sich zwar mehrfach auf zwei Tore absetzen (15:17, 18:20, 20:22), Plesse holte allerdings immer wieder auf und hätte (Chancenverwertung) das Spiel wesentlich früher und deutlicher drehen können. Zum Ende entwickelte sich dann ein Herzschlagfinale an, die HSGPH war beim 23:22 das erste Mal in Front. Rosdorf glich zwar wieder aus, doch Plesse antwortete nun immer wieder über den schnell vorgetragenen Anwurf und verteidigte die knappe Führung bis zum viel umjubelten Abpfiff.


Am Ende stand ein hoch spannendes Spiel, das die Hausherrinnen vielleicht etwas entspannter hätten gestalten können, so konnten die Zuschauer aber ein temporeiches und umkämpftes Spiel mit einem glücklichen Ende genießen.

HSG: Teuchert (TW), Reimann (TW), Rombach (11/5), Kunze (5), Jung (3), Grünewald, Tietjen, Hollender (je 2), Bruns (1), Hahne, Kuthning, Diedrich, Möller, Keese

da2 24042016 rosdorf