20190429 sportehrung gtNörten-Hardenberg ehrt „Sportler des Jahres“

Der Flecken Nörten-Hardenberg hat auch in diesem Jahr wieder seine „Sportler des Jahres“ geehrt. In verschiedenen Kategorien vergab Bürgermeisterin Susanne Glombitza (parteilos) während einer Feierstunde in der Mensa der Johann-Wolf-Schule die entsprechenden Auszeichnungen.

„Sie alle haben sich, Ihrem Verein, Ihren Trainern und Familien und nicht zuletzt auch uns als Gemeinde mit Ihren sportlichen Leistungen alle Ehre gemacht“, betonte die Bürgermeisterin vorab in einer kurzen Ansprache. Sie freue sich „jedes Jahr aufs Neue darüber, dass wir in Nörten-Hardenberg so viele sportbegeisterte Menschen haben.“ Ihren Dank richtete sie auch an Trainer und Betreuer, Eltern und alle Helfer im Umfeld und in den Vereinen. „Sie alle bilden das Fundament eines erfolgreichen Vereinslebens“, so Glombitza.

Heinz-Jürgen Ehrlich, Vorsitzender des Kreissportbundes Northeim-Einbeck, schloss sich den lobenden Worten an: „Diese Ehrung zeigt, was für einen großen Stellenwert der Sport in Nörten-Hardenberg hat.“ Der Flecken lasse sich seine Sportlerehrung nicht nehmen, während andere eine solche Preisverleihung nicht hinbekämen – die Stadt Northeim nannte er hier als Negativbeispiel.

Ratsvorsitzender Jürgen Stierand (SPD), der auch dem Familien-, Kultur- und Sportausschuss vorsteht, wies in seinem Grußwort auf die gesundheitlichen Aspekte des Sports hin. Sport könne etwa ein Ausgleich sein für all jene, die im Beruf viel Stress zu ertragen hätten. Wer Sport treibe, lege die Basis für Gesundheit bis ins hohe Alter. Vor allem Kraftsport sei hier ein wichtiges Element. Besonders bei Männern seien der Muskelaufbau und die Muskelerhaltung entscheidend für die geistige und mentale Gesundheit.

Die vielleicht emotionalste Ehrung des Tages ging an Luisa Grube vom SSV Nörten-Hardenberg, die deutsche Vizemeisterin im Riesenslalom / Para Ski Alpin (Startklasse Sehbehinderung B3) wurde. Weil sie aufgrund eines Lehrgangs des Nachwuchskaders der Nationalmannschaft nicht anwesend sein konnte, nahm ihr Bruder Dennis die Auszeichnung entgegen. Er wurde selbst später noch als „Vorbild des Sports“ geehrt, weil er seiner Schwester als „Guide“ zur Seite gestanden und sie durch den Riesenslalom geführt habe. „Das große Vertrauen ineinander, was hierfür wichtig ist, berührt mich dabei persönlich sehr“, sagte die Bürgermeisterin.

Trotz des sofortigen Wiederabstiegs aus der 3. Liga wurde die 1. Damen der HSG Plesse-Hardenberg zur „Damenmannschaft des Jahres“ gekürt. Das Team habe den Abstieg zwar nicht verhindern können, sich aber im Laufe der Saison sichtlich gesteigert.

Außerdem ausgezeichnet: Birgit Hagedorn (VSSG Sudershausen), Doris Rehwald (BSG Nörten-Hardenberg), Birgitt Kasper (VSSG, alle „Sportlerin des Jahres“); Thomas Fricke (VSSG, Bernd Duensing (BSG, beide „Sportler des Jahres“); HSG Plesse-Hardenberg (weibliche A-Jugend), VSSG Sudershausen (Damenmannschaft der Schützen, beide Damenmannschaft des Jahres); SSG Bishausen (Fußball 1. Herren, Meister 2. Kreisklasse 17/18), BSG Nörten-Hardenberg (beide Herrenmannschaft des Jahres); Ike Brandt (SSG Bishausen), Reinhardt von Roden (Grün-Weiß Parensen), Werner Grundmann (BSG), Walter Herale (HSG, alle als „Persönlichkeit, die sich wegen besonderer Leistungen für den Sport verdient gemacht hat“); Peter Gubig (SSG) und Wilhelm von Roden (VSSG, beide als „Vorbild des Sports“). Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgte der Gitarrenkreis des SV Grün-Weiß Parensen.

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Deutsche Vizemeisterin unter den Titelträgern – und ein Team, das abgestiegen ist

Gruppenfoto nach der Sportlerehrung. Foto: Riese