Jahresabschluss 2018 1Handball: Spannend bis zur letzten Minute
Sporthalle Gimte, März 2018: Es hält niemanden mehr auf den Sitzen. Spannender als erwartet gestaltet sich das letzte Saisonspiel der weiblichen A-Jungendmannschaft der Handballspielgemeinschaft Plesse-Hardenberg. Für die Mädchen der Gastmannschaft geht es um viel. Gewinnen sie das Spiel sind sie unabhängig vom Ausgang des parallel laufenden Spiels der JSG Weserbergland Meister der Landesliga Staffel Süd. Es sind nur noch wenige Minuten zu spielen und noch ist die HSG nicht durch.


Nach der Halbzeitpause mussten die Burgenfräuleins einen Dreitorevorsprung der Gegner wettmachen. Und geschickt nutzen die taktisch gut eingestellten Spielerinnen der JSG Münden/Volkmarshausen die Nervosität des HSG-Nachwuchses aus. Auf der Tribüne zittern Eltern und Fans der Mädels mit und hätten das ein oder andere Mal sprichwörtlich ins Holz beißen können. Etwa fünf Minuten vor Schluss gelingen schließlich einige starke Aktionen mit drei HSG-Toren in Folge durch Nele Behrends. 55 Sekunden vor Spielende gleicht der Gegner wieder zum 27:27 aus, ehe erneut Nele Behrends 13 Sekunden vor Schluss den vielumjubelten Siegtreffer erzielt.


Jahresabschluss 2018 1Und damit ist es geschafft: Landesligameister der Staffel Süd des Handballverbands Niedersachsen. Zehn Jahre nachdem der Kern der Truppe als E-Jugendliche Regionsligameister geworden war ist der Mannschaft wieder ein großer Erfolg gelungen. Zehn Jahre in denen die Eltern ihre Kinder zu Spielen bis vor die Tore Hamburgs begleitet haben, in denen viele Spiele gewonnen, einige verloren wurden. Aber auch zehn Jahre in denen die Mannschaft und Eltern zu einer echten Gemeinschaft zusammengewachsen sind. Ein Gemeinschaftsgefühl, welches auch die sportliche Leitung hoch einschätzt und durch Zuschüsse zu verschiedenen Turnierfahrten im Laufe der Jahre gerne unterstützt hat.

Inzwischen sind einige der Vorjahressiegerinnen in die erste und zweite Damenmannschaft gewechselt. Die erste Damenmannschaft hat in der Saison 17/18 in der 3. Bundesliga gespielt. Auf Grund von verletzungsbedingten Ausfällen bereits vor Saisonbeginn war es allen Beteiligten klar, dass es für den Aufsteiger nur um den Klassenerhalt gehen würde. Auch wenn die Mannschaft anfangs nicht mit dem Drittliganiveau mithalten konnte, steigertes sie sich im Laufe der Spielzeit und war ein Teils ernstzunehmender Gegner. Bemerkenswert wie die Truppe trotz der Niederlagen zusammengehalten hat und sich am letzten Spieltag mit den ersten beiden Auswärtspunkten belohnen konnte.
In der neuen Saison 18/19 tritt die Damenmannschaft nach dem Ausscheiden einiger Spielerinnen mit verjüngter Truppe in der Oberliga Niedersachsen an. Hier belegt sie zur Halbzeit mit ausgeglichenem Punkteverhältnis einen Platz im Mittelfeld. In der zweiten Halbserie möchte die Mannschaft von Teammanagerin Maike Lapschies etwas mehr Konstanz zeigen und so vielleicht noch den einen oder anderen Punkt mehr einfahren.

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Wie ausgeglichen die Männeroberliga ist, erfahren die 1. Herren immer wieder aufs Neue. In der abgelaufenen Spielzeit konnten sie sich von den Abstiegsrängen fernhalten und alle Derbys gegen die drei Konkurrenten aus dem Landkreis in teils ausverkaufter Halle für sich entscheiden. Leider sind zwei Mannschaften aus Südniedersachsen abgestiegen, so dass in der laufenden Spielzeit weniger Nachbarschaftsduelle in der Oberliga anstehen.
Wie ausgeglichen und folglich spannend die Oberliga trotzdem 18/19 ist zeigt sich auch daran, dass es dem heimischen Burgenteam gelang dem ansonsten ungeschlagenen Tabellenführer TuS Vinnhorst in der heimischen Halle am Wurzelbruchweg zwei Punkte abzunehmen. Dies bestätigt die Heimstärke der 1. Herren, die vor heimischem Publikum praktisch jeden schlagen kann. Im Gegenzug sind allerdings auswärts noch nicht viele Punkte zusammengekommen, so dass die Mannschaft um Mannschaftsführer Sebastian Herrig aufpassen muss, sich im neuen Jahr von den Abstiegsrängen fernzuhalten.

Einen besonders guten Lauf haben in der jetzigen Saison 18/19 die beiden Reserve-Mannschaften in der Spielgemeinschaft. Gespickt mit jungen Nachwuchsspielern und -spielerinnen kämpfen sie jeweils um die Meisterschaft in der Regionsoberliga. Einige der Akteure helfen auch gelegentlich in den 1. Mannschaften aus und können so bereits Oberliga-Luft schnuppern.
Ebenfalls in der Vorsaison erfolgreich war die 3. Herrenmannschaft, die sich aus erfahrenen Spielern zusammensetzt. Gelegentlich unterstützt von Spielern aus der männlichen A-Jugend konnte die von Spielertrainer Cord Berger betreute Mannschaft die Meisterschaft in der Regionsliga gewinnen. Glückwunsch an unsere Oldies, die beweisen, dass man für’s Handballspielen eigentlich nie zu alt ist.Jahresabschluss 2018 3

Traditionell einen hohen Stellenwert in der Abteilungsarbeit nimmt die Arbeit mit den Jugendmannschaften sowohl bei den Jungen, als auch bei den Mädchen ein. Hierbei engagieren sich neben anderen viele Spielerinnen der 1. Damenmannschaft und geben ihre Erfahrungen an den Nachwuchs weiter. Als erfolgreiches Beispiel sei hier stellvertretend für viele eben Julia Herale genannt, die die bereits erwähnte A-Jungend jahrelang begleitet hat. Durch den Einsatz vieler Helfer können fast aller Altersklassen im Jugendbereich besetzt werden. Mannschaften und Trainingszeiten können unter www.hsgph.de nachgesehen werden. Neu- und Wiedereinsteiger sind jederzeit willkommen.
Jahresabschluss 2018 4Zur Nachwuchsarbeit gehören auch die Anfängergruppen mit unseren Jüngsten, den sogenannten „Minis“. In Nörten-Hardenberg, Bovenden und Eddigehausen trainieren neben dem Spieler der 2. Herren, Andre Regenthal (inzwischen Meisterspieler Regionsoberliga) viele Spielerinnen aus der erfolgreichen A-Jugend die einzelnen Gruppen. Sie treten in die großen Fußstapfen jahrelanger „Mini“-Trainger wie Markus Ahlborn und Julian Zwengel (beide Oberliga-Torhüter) die aus beruflichen Gründen ihre Tätigkeit abgeben mussten. Die Minigruppen waren bereits zu einzelnen Turnieren unterwegs, bei denen sie sich mit dem Nachwuchs anderer Vereine messen können. Hierbei steht der Spaß und die Teilnahme aller im Vordergrund. Die ausrichtenden Vereine lassen sich immer etwas einfallen, um die Pausenzeiten abwechslungsreich zu gestalten. Wer mal in die Welt des Handballs reinschnuppern möchte kann dies jederzeit tun.
Und wem die Organisation des vielschichtigen Spielbetriebs noch nicht genug Spannung bietet der beteiligt sich an weiteren Aktivitäten. Für viele Handballer ist der Bovender Kirmesumzug ein fester Bestandteil des Jahresterminkalenders. Ein letztes berichtenswertes Highlight der vergangenen Monate war der gemeinsame Besuch eines Vorrundenspieltages der Handball WM 2019 in Berlin. Dabei konnten 60 Teilnehmer des Ausflugs zu der fast schon legendären Stimmung in der Berliner Mercedes Benz Arena beitragen. Übung aus der Wurzelbruchkampfbahn haben sie ja – denn dort ist es auch häufig spannend bis zum Schluss.

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