HSG Plesse-Hardenberg ist Außenseiter gegen Söhre
Drei Heimspiele stehen bei den sieglosen Oberliga-Handballern der HSG Plesse-Hardenberg vor der Weihnachtspause noch auf dem Programm, unter anderem am Sonnabend (19.30 Uhr, Bovenden) gegen den Tabellendritten Sportfreunde (SF) Söhre.

Bovenden - Die Gäste aus dem Umfeld von Hildesheim haben zuletzt mit einem überraschenden 29:28-Sieg beim Titelaspiranten MTV Vorsfelde aufhorchen lassen. Für den Ex-Söhrer Lennart Gees ist dieses Partie ein besonderes Spiel. „Ich freue mich auf meine alten Jungs und weiß genau, wie stark das Team ist – vor allem im Rückraum“, betont der HSG-Torwart. „Wir werden versuchen, die Kreise der torgefährlichen Ihmann-Brüder ein wenig einzuengen, um Söhre möglichst lange zu ärgern. Aber natürlich sind wir der Underdog. Die Spiele, in denen wir punkten müssen, kommen definitiv erst in den beiden Wochen danach beim Aufsteiger TV Stadtoldendorf und gegen die TSV Burgdorf III.“

Erfahrungen auf hohem Level sammeln
Für Trainer Artur Mikolajczyk gibt das Spiel gegen Söhre weitere Möglichkeiten, um sich zu beweisen und weiter auf einem hohen Level Erfahrungen zu sammeln. „Wir wollen uns für die harte Arbeit im Training mit einem guten Spiel belohnen und unseren Zuschauern eine gute Partie in der eigenen Halle zeigen. Was am Ende drin ist, werden wir dann sehen“, so der Coach.

Mit dem nunmehr 34-jährigen Gymnasiallehrer Jan Philipp Naß aus Algermissen steht ein in Südniedersachsen alter Bekannter in den Reihen der Gastgeber. Bis 2016 hat der Linksaußen beim TV Jahn Duderstadt und bei der HG Rosdorf-Grone gespielt. „Jetzt lasse ich in Söhre so langsam meine Karriere ausklingen“, verrät der Vater eines Jungen, der in diesem Sommer geboren wurde.

Junger hungriger Gegner
Und was tut sich in seinem derzeitigen Verein? Der Tabellendritte SF Söhre hat mit Pascal Kinzel einen sehr starken Torwart, der von Burgdorf dazugekommen ist. Mit Yannik Ihmann (51 Tore) und seinem Bruder Niklas (35 Treffer) sowie Maximilian Kolditz (49) kann das Team einen extrem starken Rückraum vorzeigen. „Wir haben eine junge, hungrige Mannschaft und mit Ex-Nationalspieler Sven Lakenmacher einen sehr guten Trainer“, betont Gymnasiallehrer Naß.
Von Ferdinand Jacksch