16022018 rosdorf vorbericht hnaEx-Spieler übernimmt in Rosdorf Chefposten von Pietsch
Wuttke wird HG-Trainer
Am Freitag steigt das nächste Derby in der Handball-Oberliga der Männer: Die HG Rosdorf-Grone erwartet die HSG Plesse-Hardenberg. Auf Rosdorfer Seite wird erneut Lenny Pietsch seine Mannschaft coachen. Es wird aber eines seiner letzten Spiele in der 4. Liga sein, denn zur kommenden Saison – gleich in welcher Spielklasse wegen des drohenden Rosdorfer Abstiegs – zieht er sich in die zweite Reihe zurück. Neuer Chef an der Seitenlinie wird Marcus Wuttke, wie die HG-Vorsitzende Inken Seebode am Rande des letzten Heimspiels der Rosdorfer Frauen bestätigte.

HG Rosdorf-Grone - HSG Plesse-Hardenberg (Fr., 20 Uhr). Pietsch wollte wegen seines Studiums eigentlich bereits zu Beginn dieser Saison kürzertreten. Da aber der als Chefcoach vorgesehene Franzose und ehemalige Bundesliga-Spieler Christian Caillat kurzfristig zu den Füchsen Berlin II wechselte, sprang Pietsch ein – die einfachste und billigste Lösung. Doch auch der Sport- und Geschichte-Student konnte den Absturz der HGer nicht bremsen. Über Wochen lag die HG auf dem letzten Platz in der 4. Liga, überholte nun Nachbar Duderstadt durch einen überraschenden Sieg in Hameln. Zum Drittletzten SG Börde hat Rosdorf aber immer noch drei Zähler Rückstand – insofern ist ein Sieg gegen Plesse (derzeit Zehnter mit 15:19-Punkten) fast schon Pflicht.
Seit Jahresbeginn arbeitet Marcus Wuttke Pietsch bereits zu. Problem: Er ist nur zu Wochenbeginn in Göttingen, wo der Physiotherapeut an der Uni einen neuen Job hat. Übers Wochenende ist Wuttke in der Nähe von Augsburg tätig, wo seine Frau Juliane Lehrerin ist. Ab Jahresmitte kommt der Ex-HG-Spieler ganz zurück nach Göttingen, seine Gattin folgt wegen ihres Jobs später. Am Freitag ist Wuttke, der schon die ersten Gespräche für die kommende Saison führte, diesmal aber dabei. Wuttke: „Wir planen für Ober- und Verbandsliga.“

Gegner Plesse holte aus den ersten drei Auswärtsspielen beachtliche 5:1-Punkte, verlor aber die vergangenen vier Partien in fremden Hallen.

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Rosdorf in der Defensive: Beim Hinspiel in Bovenden zieht Plesses Eike Gloth (rechts) vor Rosdorfs Hendrik Sievers (20), Jan-Patric Bohnhoff und Markus Wächter aufs HG-Tor ab. Foto: zje/gsd

HSG Nienburg - TV Jahn Duderstadt (Sa., 17 Uhr). Das neue Schlusslicht aus dem Eichsfeld steht vor einer weiteren extrem schweren Aufgabe. Allerdings hat die HSG mit 5:11-Zählern auch nur eine schwache Heimbilanz und nur gegen Rosdorf und Münden zuhause gewonnen. Doch die Jahner weisen mit 2:14-Punkten auch eine äußerst dürftige Auswärtsausbeute auf, gewannen allein ausgerechnet das Derby in Rosdorf mit 31:24. Trainer Wilfer fehlt erneut, weil er Osterode gegen Wittingen coachen muss. Spielmacher Justin Brand ist privat verhindert. (haz/gsd-nh)