herrig 2018 200Handball-Oberliga Männer: 30:26 über SF Söhre
Abwehrwechsel bringt den Sieg
Bovenden. Als Dietmar Böning-Grebe, der Trainer des Handball-Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg, die Abwehr von 6-0 auf 5-1 umstellte (25. Minute), stellte er damit auch die Weichen für den 30:26 (12:15)-Sieg: „Wir haben dem Gast den Zahn gezogen, als wir konsequent jeweils einen seiner drei Rückraumspieler eng deckten. Dadurch konnte Söhre seine einstudierten und gefährlichen Spielzüge nicht mehr abrufen.“ Die Zwischenstände belegen dies: Nach verteiltem Auftakt (2:2/5.) ging der Gast mit 13:8 (22.) in Führung, doch nach der Umstellung holte das Burgenteam Tor um Tor auf, war beim 19:19 (41.) wieder dran und beim 28:25 (57.) endgültig auf der Siegerstraße.

Erleichtert hat den Gastgebern ihre Arbeit, dass Söhre im Angriff wie in der Abwehr überaus „griffig“ zur Sache ging. Da das Burgenteam die Zweikämpfe annahm und gerade in der Offensive immer wieder dahin ging, wo es richtig weh tat – Sebastian Herrig schied verletzt aus, ist aber schon wieder auf dem Weg zur Besserung – holte es sich mit elf Strafwürfen sieben mehr als Söhre, dessen hartes Zupacken somit zum Rohrkrepierer wurde. Malte Sültmann (5) und Christian Brand (4) münzten diese Chancen zum entscheidenden Vorteil um.

Möglich wurde der Erfolg aber auch dadurch, dass Marcus Ahlborn im HSG-Tor einen Sahne-Tag erwischt hatte: Über 20 Mal stand er einem Gäste-Tor im Wege. Da Christian Wedemeyer erkältet ausfiel (er kam nur für einen Siebenmeter), arbeitete Söhre sich 60 Minuten lang – oft erfolglos – an Ahlborn ab.

Das Trainer-Fazit: „Wir haben diesmal – anders als gegen Nienburg – den Sieg regelrecht erzwungen.“

HSG: Ahlborn, Wedemeyer - Sültmann 7/5, Brand 6/4, Falkenhain 5, P. Schindler 4, Glapka 2, Grobe 2, Smidt 2, Jetzke 1, Lapschies 1, Herrig, Meyer, Ozimek. (eko)