20190317 northeim bericht volker fotoKeine Punkte in Northeim
Nach dem Unentschieden gegen Altencelle letzte Woche (20:20) wollten wir am vergangenen Sonntag in Northeim gegen die Mannschaft von Carsten Barnkothe vor allem Moral beweisen und über 60 Minuten konstant eine engagierte Leistung abrufen. Ohne Devi (Schulter) hatten wir uns beim gemeinsamen Mittagessen vorher vorgenommen, im Angriff konsequenter die eigenen Chancen zu suchen und die gegnerische Abwehrreihe zu bewegen, um mit dem nötigen Willen einen Sieg einzufahren. Leider konnten wir das nur zeitweise umsetzen und waren im eigenen Positionsangriff oft zu statisch und ideenlos, sodass Northeim am Ende die Nase vorn hatte.

Entsprechend groß war ihre Freude über den zweiten Heimsieg im Jahr 2019, denn zuletzt lief es nicht: Gegen Geismar mit 4 Toren verloren, Unentschieden gegen Tostedt, zuhause gegen Altencelle verloren (20:23), auswärts in Hannover ohne Punkte (klar 30:18). Den letzten Sieg fuhr die Barnkothe-Sieben am 02.02. zuhause gegen Fuhlen (31:23) ein. Diese Negativserie wollten wir zu unseren Gunsten nutzen. Allerdings mussten wir dazu unsere Leistungen der letzten Wochen steigern. Das wusste auch Northeim.

Dementsprechend hitzig und nervös sollte das Derby beginnen. Viele Fehlern und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten führten dazu, dass erst in der 5. Minute das erste Tor für die heimische Sieben fiel. Bis zur 10. Minute konnte Northeim stets vorlegen, doch wir schafften es, aus einer agilen und aggressiven 3-2-1 mit Anni auf der Spitze, den Northeimer Angriff um Tanja Weitemeier vor Schwierigkeiten zu stellen und dran zu bleiben. Auch Caro im Tor wusste zu überzeugen. Weil wir im Gegenzug im Angriff mit zunehmender Spieldauer die nötige Durchschlagkraft vermissen ließen, schaffte es die Barnkothe-Sieben, angeführt von den gleichnamigen Schwestern - die insgesamt für 17 der 29 Northeimer Tore verantwortlich waren -, einen 4:0-Lauf hinzulegen und zwischenzeitlich mit 8:4 in Führung zu gehen. Immer wieder ordneten sie eine Sonderbewachung für Maike an, die unseren Rückraum aus dem Tritt brachte. Auch die Erste und Zweite Welle wollte nicht so recht funktionieren. Dennoch konnten wir zu diesem Zeitpunkt den geforderten Willen aufrecht halten und mit der Unterstützung der mitgereisten Zuschauer mit einem 13:13 in die Pause gehen.

Leider passierte nach Wiederanpfiff dann das, was uns zu oft passiert: Wir verschliefen irgendwie die ersten Minuten. Sinnbildlich dafür: Northeim hatte Anwurf und preschte bereits zum Angriff, da standen wir noch gar nicht in der neu formierten 6:0-Deckung. Oftmals wirkten wir auch im Angriff dann nicht mehr willens genug, den extra Meter für den Nebenmann zu gehen und die Lücken der Northeimer Deckung zu suchen. Stattdessen waren wir es, die in der Abwehr zu passiv waren. Insbesondere Aline Barnkothe schaffte es immer wieder aus der Zweiten Reihe zum Torerfolg zu kommen. Sie sollte es auch sein, die mit ihren Treffern 6 und 7 zum 16:14 bzw. 17:14 ihren Anteil dazu beitrug, dass sich Northeim bis zur 42. Minute einen 6-Tore-Vorsprung (21:15) erarbeitet hatte. Wir ließen uns ein wenig den Schneid abkaufen und schafften es in den restlichen Spielminuten nicht mehr, den Northeimer Sieg entscheidend ins Wanken zu bringen. Im Gegenteil: Mit viel Routine und Übersicht schraubte die Heim-Sieben den Vorsprung sogar auf bis zu 7 Tore (45. Bzw. 55. Minute). Auch eine Manndeckung in den letzten drei Minuten konnte am Ausgang der Partie dann nicht mehr viel ändern, obwohl wir den Abstand nochmal auf 5 Tore verringern konnten. Am Ende stand eine 29:24 Auswärtsniederlage zu buche. Positiv dennoch: Nele B. hat auf Rückraum Rechts eine starke Partie gemacht und mit 4 Tore gezeigt, dass mit ihr in nächste Zeit vermehrt zu rechnen ist. Auch die letzten 15 Minuten der ersten Hälfte haben gezeigt, dass wir mit der richtigen Stimmung, dem nötigen Kampfeswille und den Glauben an die eigenen Stärken, schnellen und effektiven Handball spielen können! Darauf müssen wir aufbauen!

Ein großes Dankeschön an die mitgereisten Zuschauer, die uns in fremder Halle so lautstark unterstützt haben!


Am Freitag geht es bereits wieder in heimischer Halle gegen die Mädels des MTV Geismar. Wir wollen endlich die letzten Wochen abhaken und einen Heimsieg einfahren! Anpfiff ist um 20:00 Uhr!